Daniel Pavlica, The Rocktologist, 15. Juli 2025
Der Konzertbericht SatchVai Band a Pordenone 15. Juli 2025. Joe Satriani und Steve Vai verzauberten das Publikum mit Gitarrenvirtuosität und ikonischen Songs wie „For the Love of God“ und „Always With Me, Always With You“.
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Übersetzung:
Satriani & Vai – eine im Gitarrenhimmel geborene Verbindung
Wer hätte das gedacht? Und doch hat sich das Duo Joe Satriani und Steve Vai als wahrer Publikumserfolg erwiesen. Sicherlich fehlt es den beiden Herren nicht an der Leidenschaft, mit der sie ihre Gitarren spielen, aber was wirklich überrascht, ist das Fehlen jener Arroganz, die man oft mit Gitarrenhelden verbindet. Hier sind sie, Wunderkinder (wieder) vereint unter dem Namen SatchVai Band.
Man merkt, dass sie das Erlebnis genießen. Die Art und Weise, wie sie ihre Soli abwechseln, begleitet von übertriebenen und komischen Gesichtsausdrücken, ist greifbar. Obwohl Satrianis Mimik hinter seiner Astronautenbrille etwas schwer zu deuten ist, muss man ehrlich sagen. Aber niemand macht ihm einen Vorwurf, denn sein Spiel wirkt schon fremdartig. Dasselbe gilt für seinen Schüler Steve Vai, der Klanglandschaften wie kein anderer verformen kann. Wenn man darüber nachdenkt, ist der stilistische Unterschied zwischen den beiden schlicht atemberaubend: Satrianis schillernde Melodie trifft auf Vais ungezügelten Eklektizismus – eine perfekte Kombination.
Den beiden dicht auf den Fersen ist Marco Mendoza, der sich heldenhaft bemüht, seinen Gesang bei „I Wanna Play My Guitar“ zu verstehen, insbesondere da Glenn Hughes außen vor bleibt (obwohl er kurz auf dem Bildschirm zu sehen ist). Doch es ist sein Bass, der den entscheidenden Unterschied macht. Lässig mampft Mendoza seinen geliebten Gummibärchen-Vorrat und findet einen Groove, den er mit Nachdruck packt, und Schlagzeuger Kenny Aronoff kann nicht anders, als begeistert mitzumachen.
Unsere beiden Gitarren-Asse sind im Rampenlicht gleichmäßig verteilt: jeder von ihnen spielt etwa zwei Songs. Die Höhepunkte ihrer jeweiligen Karrieren werden immer wieder hervorgehoben, und die Fusion von „Ice 9“ und „The Crying Machine“ ist besonders inspirierend. Das Begleittrio geht diszipliniert an seine Aufgabe heran und schafft eine solide und angenehme Atmosphäre, in der die beiden Meister ohne Zögern miteinander konkurrieren können. Wechselhafte Soli, elektrische Schreie und Virtuositätsausbrüche: Das Ergebnis ist pure Verzauberung, die alle Anwesenden in ihren Bann zieht.
Wie erwartet war das Publikum von dieser Virtuosität begeistert: Manche schwankten unkontrolliert, andere blieben regungslos stehen, fasziniert von den Bewegungen der Gitarre. Die Stimmung heizte sich auf, als Vai mit seinem „Dreirad“, der legendären Hydra, die Bühne betrat und mit einer schaurigen Sequenz einen emotionalen Höhepunkt erreichte: „For the Love of God“, gefolgt von „Always With Me, Always With You“.
